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Eine Initiative des |
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Bill McEwen deckt die Pläne von Amiga Inc. aus der Marketingperspektive auf
Quelle Originalartikel:
http://www.cucug.org/amiga/aminews/1998/980716-amiwest.html
Obgleich mein erster Bericht von der AmiWest gut aufgenommen wurde, weiß ich, daß er die wichtigste Information vorenthielt. Was hatte Amiga Inc. zu sagen? Um genauer zu sein: Was passierte mit Schindler, Havemose und McEwen?
Ich werde mit Bill McEwen anfangen.
Ich entschuldige mich dafür, daß ich das nicht schon früher bekanntgegeben habe, aber ich mußte mir die Videobänder nochmals ansehen, um die Höhepunkte zu finden und somit eine lange und langweilige Veröffentlichung zu vermeiden.
Bill McEwen ist definitiv ein Fachmann im Marketing. Er versteht die Grundprinzipien und hat sich viel Wissen über die Grundlagen hinaus durch Erfahrung angeeignet. Er weiß Dinge, die Sie in der Schule einfach nicht erlernen können.
Am Samstag Abend, den 11. Juli, sprach Bill McEwen während der Rede anläßlich des Banketts über die Pläne von Amiga Inc. aus der Sicht des Marketings. Er hatte eine klare Vorstellung vom Weg, den sie gehen wollten. Ich werde nicht die gesamte Präsentation vorstellen, sondern nur die Neuigkeiten.
Die Nachricht, auf die wir alle warteten, war die Enthüllung des unbekannten "MMC". Ich habe darüber keine Neuigkeiten, weil Mr. McEwen nichts Neues darüber wußte. Er hatte jedoch die minimal akzeptable Spezifikation für den "MMC".
Zuerst die Marktstatistiken, die Entscheidungen im Amigamarketing beeinflussen:
Desktop OS-Markt:
| 1997-1998 | 2000 (projected) | ||||
| Windows 95/98 | 69.4 | 65.0 | |||
| Windows NT | 9.2 | 26.2 | |||
| DOS Windows 3.x | 7.7 | .3 | |||
| MacOS | 4.6 | 1.9 | |||
| Linux | 2.4 | 4.2 | |||
| DOS (no Windows) | 2.3 | .3 | |||
| UNIX | 1.0 | .5 | |||
| OS/2 Warp | .8 | 1.2 | |||
| *Other | 2.7 | .5 | |||
Die "Anderen" schliessen BeOS und Amiga mit ein.
Es liegt auf der Hand, daß unser Zielmarkt nicht der gleiche Zielmarkt wie Microsoft sein kann. Und laut Bill muß der Amiga 1999 das tun, was er 1985 tat: er muß die Aufmerksamkeit des Marktes auf sich ziehen, es muß "BANG" machen und die Leute müssen denken, "WOW! Ich muß einen davon haben!"
Der neue Amiga muß innerhalb dieser locker gesteckten Spezifikationen liegen:
Video und Ton:
- Echtzeit 3D-Rendering-Engine mit 2D-Grundformen
- HDTV mit bis zu 1920x1080
- RGB, PAL & NTSC Bildformate
- Mehrfaches und gleichzeitiges Dekodieren von MPEG-II
- In Hardware integriertes Filtern und Skalieren, Farbraumkonvertierungen,
Flickerfixer
- Dolby AC-3
Multimedia / RISC-System
- erweiterbar durch mehrere Multimediaprozessoren (wie der jetzige Amiga)
- 56k Modem (minimal)
- PCI-Bus-Controller
- umfangreiche Entwicklungsumgebung - C++, Assembler, Debugger, Linker etc.
- Native Java-VM
Chip-Spezifikationen
- 400 Millionen texturierte, mit Bitmaps belegte Pixel pro Sekunde. Bei 24 Bit
pro Pixel entspricht das einem Durchsatz von 1,2 GB/s durch die 3D-Engine.
- Zum Vergleich: ECS-Amigas haben ungefähr 8 MB maximalen Durchsatz zum Chip-RAM
- A4000/1200-Systeme haben maximal ca. 32MB/sec. Zugriff auf das Chip-RAM (im Chip-RAM
liegen die Video- und Audiodaten)
- 4 gleichzeitig lauffähige MPEG-II-Abspieler.
Der Weg, den Amiga Inc. gehen möchte, ist folgender:
[...direkt den Präsentations-Dias entnommen]
Spiele
- Die Vorstellungskraft ist die einzige Grenze dieses Rechners
[Hier ist das Geld und das, was die Masse der Computeranwender wirklich von ihren
Computern wollen]
Internet
- Verbindungen zu Leuten, Unterhaltung & Information
[einfache Anbindung ans Internet. Vollständige Integration]
Digitale Medien und deren Verbreitung
- Digitalisierter Realismus
- Ausdruck der Vorstellungskraft
Electronic Paradigm shift
- Digital appliances prolific
{Anm.: nicht übersetzt}
- Heimelektronik und Computer verschmelzen
[andere Firmen versuchen das gerade, gehen aber alle ihre eigenen Wege.
Amiga kann diese Lücke schließen.]
Amiga-Tugenden:
- Exec - der beste Micro-Kernel 1985
- auch jetzt IMMER NOCH der beste
- vollkommen Präemptiv
Für die neuen Systeme brauchen wir:
- Speicherschutz
- Virtuellen Speicher
- Multi-Prozessorfähigkeit
- Echtzeit
[Bill unterstreicht, daß dies die Ziele für das neue System sind.]
Zusätzliche APIs machten den Amiga klein, schnell und effizient.
- brauchen OpenGL
- brauchen Java
- brauchen Internet
- brauchen APIs, die das Zusammenführen
Ein-/Ausgabe Zusatzchips
- brauchen 1394 und USB
- brauchen ADSL oder ähnliche Hochgeschwindigkeitsnetzwerkanbindungen
AutoConfig
- PCs haben "plug and pray"
[obwohl es wie ein Witz klingt, hat der Amiga trotz seines Mangels an Treibern eher ein plug and PLAY]
Dynamisch konfigurierbare Lokalisation
- IMMER NOCH der einzige Spieler auf dem Feld
[Bill fügte hinzu, daß dies ein sehr wichtiger Punkt für Dr. Havemose sei]
Andere interessante Punkte:
McEwen betont, daß der neue Amiga aus der Masse hervorstechen muß. Er unterstrich, daß die momentanen PC-Alternativen einschüchternd, schwierig zu bedienen, teuer und oftmals schon kurz nach ihrem Erscheinen überflüssig seien. Das führt zu einer großen Belastung für die bereits träge gewordene PC-kaufende Öffentlichkeit. Die Ziele, die sie gesteckt haben, werden zu einenm persönlichen Computer führen, wo das Wort "persönlich" wieder eine Bedeutung hat.
Das war schon immer ein starker Punkt des Amiga. McEwen erwähnte, daß er nicht aus diesem Lager käme [Amiga], aber daß er eine Gemeinde sähe. Während dieser Präsentation sagte er, "daß Gateway nicht diese großen Pläne für den Amiga hatte. Sie dachten, sie hätten Patente und Warenzeichen, sie wußten nicht, daß sie alle [die Amiga-Gemeinde] mit dazugehören." Der ganze Raum brach in Lachen aus. In der Tat konnte Gateway nicht so eine widerhallende Resonanz von etwas erwarten, das sie für eine tote Plattform hielten.
Ich glaube, sie sehen uns jetzt; nicht als Belastung sondern als Wert. An alle, die Zweifel an ihrer Ehrlichkeit haben: Gebt ihnen eine Chance. Hört sie an. Ich weiß, daß ihr genauso überrascht von ihrem Einsatz sein werdet, wie ich es war.
Der ganze mit Punkten versehene Text oben wurde den Dias während der Präsentation entnommen. Mr. McEwen versprach, daß der Großteil davon auf der Amiga Inc. Webseite veröffentlicht werden wird.
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Nun zu den "Punkten", die so viele in der Amigagemeinde so sehr aufgeregt zu haben schienen:
Was passierte mit Schindler? Gebar seine Frau einen "bouncing baby boy"? Hat Dr. Havemose das Kind entbunden?
Unnötig zu sagen, daß diese Gerüchte unbegründet sind... und nur blanker Unsinn. Zuallererst ist Dr. Havemose kein Doktor der Medizin. Zweitens, wenn Jeffs Frau schwanger wäre, wäre das für ihn und seine Frau neu.
Was passierte dann mit Dr. Havemose ?
Ich werde das in einem Satz beantworten: Zusätzliche Vertragsverhandlungen benötigten ihre Aufmerksamkeit, was sie von weniger dringenden Angelegenheiten wie Veranstaltungen abhielt. Ich sähe sie lieber arbeiten, als auf Shows spielen.
Und um es klarzustellen: Jeff Schindler und Allan Havemose konnten die AmiWest nicht besuchen, weil sie Amiga-Geschäfte machen mußten.
Danke für ihre Aufmerksamkeit.
Übertragungen der Rede werden veröffentlicht, sobald sie vollständig sind.
Effrey D. Webster
Mirada Innovations/JDW Developments
VP, Software Development/Marketing
Übersetzer dieses Artikels: Rüdiger Engel 20.07.1998