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Amiga Produkt/Technologie-Einführung
Quelle Originalartikel: http://www.amiga.com/diary/executive/tech_brief.html

Bitte lesen Sie zunächst Jim Collas' Brief zur Technologie- Einführung.

Amiga Produkt/Technologie-Einführung

16. Juli 1999


Einführung

Die Vision und Mission von Amiga ist es, Computer und das Internet zu einem natürlichen Teil des täglichen Lebens zu machen, indem wir eine Betriebsumgebung für momentane und zukünftige Heimrechner-Geräte schaffen, die einen breiten Bereich innovativer Internetdienste erlauben. Wir benutzen das Wort "Betriebs-Umgebung" absichtlich, weil diese Softwareinfrastruktur das traditionelle Betriebssystem dahingehend erweitert, eine grundsätzliche Umgebung für eine neue Klasse von portierbaren Anwendungen zu bieten - Anwendungen, die in einer durch und durch vernetzten Rechnerumgebung existieren und transparenten Zugriff auf die Inhalte des Internet und dessen Dienste bietet. Im wesentlichen definieren wir eine neue, verteilte Heim-Computerumgebung, die dem Anwender eine Erfahrung bietet, die viel greifbarer als die Erfahrung mit heutigen PCs ist. Diese Umgebung wird Personal Computer, Informationsmedien, Set-Top Boxen, Multimedia-Convergence-Computer der nächsten Generation, Spielekonsolen und eine Reihe weiterer Geräte, die die nächste Phase in der Evolution (Revolution!) des Computers definieren, verbinden.

Die Produkte, die sich bei Amiga in der Entwicklung befinden, beinhalten:



Die Philosophie hinter der Technologie und ein Überblick

Der langfristige Erfolg von Amiga verlangt nach einer Kombination von technologischer Innovation und technologischer Integration. Wir integrieren zugrundeliegende Technologiekomponenten wie CPUs der nächsten Generation, Micro-Kernel-Betriebssysteme, Grafik- und GUI-Bibliotheken und -Grundgerüste, Grafik-/Video-/Kommunikations-Chipsätze, drahtlose und nicht-drahtlose Heimnetzwerk-Untersysteme und objektbasierte Entwicklungsumgebungen, um unsere Kräfte auf Technologien zu konzentrieren, die einzigartige Werte zum Amiga OE hinzufügen. Diese Mehrwerttechnologien beinhalten: Die Art und Weise der Interaktion mit dem Benutzer wird um ein Vielfaches einfacher und intelligenter als die Methoden der Interaktion auf heutigen Personal-Computern; ein "virtuelles Gerätemodell", das es Softwareanwendungen erlaubt, auf einfache Weise auf verschiedenen Hardware-Konfigurationen zu laufen; Unterstützung für durchdringende und transparente Netzwerke und Internetanbindung; und die zugrundeliegende Amiga Objektarchitektur, die alles genannte einbindet und darstellt.

Diese kurze Technologieinformation soll einen hochwertigen Überblick über die Entwicklungsrichtungen und Technologieentscheidungen bieten, die seitens Amiga getroffen wurden und wird durch tiefergehende Weißbücher und Produktbeschreibungen unterstützt werden, sobald die neuen Amiga-Produkte im Markt plaziert werden. In diesem Dokument bieten wir einen Überblick über:



AmigaObjects (TM) und das Amiga Operating Environment

AmigaObjects (TM) sind die Basis, auf der alle Dienste der Amiga-Betriebsumgebung aufbauen. Amiga-Objekte bieten mächtige Komponentenbausteine, die Entwicklern die schnelle Schaffung von beeindruckenden und mächtigen Anwendungen erlaubt. Amiga-Objekte erlauben weiterhin die Ingegration einer großen Auswahl von verschiedenen Technologien unter einem Dach. Die Amiga-Objekte haben Netzwerktechnik verinnerlicht, was bedeutet, daß Amiga-Objekte sich frei im Netzwerk bewegen oder Netzwerkresourcen nutzen können. Kraft ihrer Flexibilität erlaubt die Amiga-Objekt-Technologie eine neue Klasse von "Netz-bewußten" Anwendungen, bei denen es keine klare Grenze zwischen einem Gerät und dem Netz gibt.

Wir haben Java ([TM] Sun Microsystems) als unsere Haupt-Programmiersprache für portierbare Anwendungen, die auf Amiga-Objekten basieren, gewählt (natürlich werden auch C und C++ für native MCC-Anwendungen unterstüzt). Mit Java-Technologien wie kJava, pJava, Java2 und Java Enterprise Edition kann Amiga-Objekt-Technologie in Geräte klein wie Hand-held Computer bis hinauf zu großen Servern eingebettet werden. Das ist ein wirklich revolutionärer Weg für die Computerwelt; ein Weg, der, wie wir glauben, das Gesicht der Computerwelt verändern wird.

Die Amiga-Objekt-Technologie dient als Basis für alle Objekte in der Amiga-Betriebsumgebung. Die Stärke und Flexibilität der Amiga-Objekte dehnt sich natürlich auf alle anderen Objekt der Umgebung aus, wodurch sie allen Objekten im System Netzwerktransparenz und die Fähigkeit zur Ausbreitung über das Netzwerk verleihen.

Wie bereits erwähnt, integrieren Amiga-Objekte andere Technologien in unser Grundgerüst. Im Einzelnen nutzen wir extensiv die Technologien von Dritten, wo wir es für angebracht halten. Beispiele beinhalten Java, Jini, OpenGL und etliche Audio- und Video-Codecs. Das erlaubt es Amiga, seine Entwicklungsanstrengungen auf die Amiga-Objekte und die Betriebsumgebung zu konzentrieren und weniger auf die Schaffung von Technologien, die bereits existieren.


Amiga MCC Betriebssystem

Eine unserer Überzeugungen ist, daß moderne Betriebssysteme nur eine Komponente des neuen Zeitalters der Computer sind. Das Hauptproblem ist nicht mehr nur das traditionelle Betriebssystem, sondern eine umfassende Umgebung, die intelligente Fähigkeiten und transparente Dienste für den Endanwender zur Verfügung stellt. Während der Informationsmittelanteil des Amiga OE portiebar ist und auf eine Vielzahl von Betriebssystemen von Amiga und Amigas OEM-Partnern mit der Zeit umgesetzt werden wird, mußten wir für den Amiga MCC eine Entscheidung für eine Basis des Betriebssystems fällen.

Es existieren einige sehr interessante Betriebssystemalternativen im Markt und es ist nur recht und billig, daß wir sie alle im vergangenen Jahr begutachtet haben. Von traditionellen Anbietern von Echtzeitbetriebsystemen wie "Wind River" oder "QNX", zu BeOS von Be Systems, zu Suns JavaOS, das auf Chorus aufbaut, bis hin zu Linux. Wie bereits angekündigt wurde, haben wir ein paar Monate lang mit "QNX Software Systems" zusammengearbeitet, um zu versuchen, das QNX-RTOS an die Bedürfnisse eines Multimedia Convergence-Computers der nächsten Generation anzupassen. Zur selben Zeit haben wir mit wichtigen Mitgliedern der Linux-Gemeinde zusammengearbeitet, um die Vor- und Nachteile von Linux zu bewerten. Als wir uns darauf konzentrierten, eine erfolgreiche Geschäftsstrategie zu entwerfen, wurde es offensichtlich, daß mehr und mehr unserer Technologiepartner und Softwarehersteller uns darin bestärkten, Linux als den zugrundeliegenden Betriebssytemkern zu nutzen. Obwohl wir von einigen der technologischen Elemente in QNX (und BeOS und Chorus) beeindruckt waren, spürten wir, daß es für ein eigenes Betriebssystem schwierig wird, die breite Unterstützung durch die Industrie zu erhalten, die erforderlich ist, um in den kommenden Jahren erfolgreich zu sein.

Linux hat im vergangenen Jahr, als eine lebensfähige, offene Alternative zu Windows, wesentliche Impulse im Markt aufgenommen. Im Laufe des letzten Jahres hat sich die Benutzerzahl von Linux mehr als verdreifacht, wobei sowohl große Händler als auch Neulinge Linux als ihre Betriebssystembasis annahmen. Die wachsende Bindung an Linuxanwendungen von einer breiten Menge an Softwareherstellern und die zunehmende Entwicklung und Verfügbarkeit von Linux-Gerätetreibern von Hardware- und Zubehörgerätelieferanten machen es zu einer zwingenden Wahl. Wir haben auch signifikante Leistungsvorteile im Linux-Kernel in Bereichen wie dem Aufruf von verteilten Objekten festgestellt, als wir unsere, auf einer hohen Stufe stehende Betriebsumgebung und die Amiga-Objekt-Architektur auf Linux portierten. Und, kein kleiner Vorteil, Linux ist wahrscheinlich das stabilste Betriebssystem, das man am Markt erhältlich ist.

Aus all diesen Gründen haben wir uns dafür entschieden, die Amiga MCC-Plattform der nächsten Generation auf einer Linux-OS-Basis aufzubauen. Wir wären nachlässig, wenn wir nicht anerkennen würden, daß es Gründe gibt, die gegen Linux sprechen, so wie es sie bei allen anderen Betriebssystemen gibt, die wir bewertet haben. So gab es z.B. Bedenken bezüglich der Leistung bei TCP/IP, die gerade gelöst werden, und Bedenken wegen des benötigten Festplatten- und Hauptspeichers. Wie jeder weiß, der einmal einen Blick auf Linux geworfen hat, ist das Gesamtsystem ziemlich groß. Wir reduzieren jedoch, während wir unsere OS-Basis bauen, Linux soweit, daß es unseren Bedürfnissen entspricht und wir sind nun sicher, daß die Festplatten- und RAM-Anforderungen recht vernünftig sind (Linux erscheint gerade für mehr und mehr Informationsvermittelnde Geräte und es gibt sogar eine Linux-Version, die auf dem Palm-Pilot läuft !). Es gibt aber noch andere Leistungsbezogene Fragen zu Linux, die wir angreifen - wie beim originalen Amiga verknüpfen wir den OS-Kernel mit einer spezialisierten Hochleistungshardwarearchitektur, die viele dieser Bedenken zerstreut, die wir und die Amiga-Gemeinde mit bestehenden Linux-Implementationen hatten. Die schaffende Energie hinter Linux und die Resourcen in der ganzen Welt, die darauf ausgerichtet werden, verschiedene Fragen zu lösen, gibt uns die Sicherheit, daß sich dies im Endeffekt als die richtige Entscheidung herausstellen wird.


Grafik, Multimedia and GUI- Grundgerüst

Die technologische Strategie für Grafik schließt Schlüsselpartnerschaften mit Firmen im Bereich Entwicklung mit ein, die zur Zeit Komponenten entwerfen, die auf dem neuesten Stand der Technik sind. Amiga unterstützt die Anstrengungen dieser Firmen, um die Fähigkeiten der Produkte dem Amiga-Kunden bereitzustellen. So arbeitet Amiga zum Beispiel mit ATI, um das 3D-Rendering der nächsten Generation in den MCC (siehe Hardware-Architektur) zu integrieren.

Die weit verbreitete Akzeptanz und der Schwung von OpenGL, macht dieses zur soliden Wahl als 3D-API, um die Renderfähigkeiten der Hardware auszunutzen. Zusätzlich erweiterte die neueste Java-Release die Fähigkeiten zur 3D-Szenenmanipulation, verbesserte Darstellung und die Koordination von Medien im Allgemeinen. AmigaObjects wird entwickelt, um dem User mittels Java-Objekten, die der Reihe nach über OpenGL auf Grafikhardware-Erweiterungen zugreifen - wann immer dies möglich bzw. zweckmäßg ist - von Geräten unabhängig die Kontrolle über diese verschiedenen Medien zu geben, Bei einer Diskussion über den Zugriff von AmigaObject oder Java auf hardwareerweiterte API´s, wie OpenGL, ist es wichtig zu verstehen, dass Sorge dafür getragen wird, sicherzustellen, dass die übergeordnete Software beim Zugriff auf die untergeordnete Hardware nicht im Wege steht. Wie beim jetzigen Amiga, ist es die dichte Integration von Software und Hardware, die eine umfassende Systemleistung bereitstellt.

Die Strategie von Multimedia ist im Wesentlichen analog zu der von Grafik. Das Hardwaresystem für Multimedia kann eine 3D-Engine sein, ein DVD-Decoder inclusive MPEG2 und AC-3 Digital Surround Sound, oder Breitbandinternet. Für eine Komplettlösung muss die zu grunde liegende Hardware beides können, das Erfassen und Abspielen von Audio/Video-Streams. Amiga entwickelt in Partnerschaft mit den führenden Hardwareherstellern dieser Technologien, um das zu schaffen. Damit Entwickler, unabhängig vom Geräten, mittels Java Kontrolle bekommen, wird AmigaObjects entwickelt. Das auf Java basierende AmigaObjects schafft Methoden, auf einer geeigneten Ebene auf spezielle Hardwareunterstützungen und -erweiterungen zugreifen zu können. In Fällen, in denen es kein weithin annerkanntes API wie OpenGL gibt, werden Amiga und seine Partner, soweit erforderlich, eine Anzahl dieser Methoden in Natvi-Code schreiben. Wie auch bei 3D, wird eine dichte Integration von Sofware und Hardware für Medien mit hohem Datenfluss (streaming media) eine überragende Unterstützung bieten.

Der Abschnitt Informationsanwendung (Information Appliance) der Amiga Bedienungsumgebung (Amiga Operating Environment) wird auf einer breiten Palette von Geräten aufsetzen und die interaktiven Eigenschaften dieser Geräte darf als in großem Umfang anders erwartet werden. Es wäre Unfug zu versuchen, für ein einzelnes, handflächengroßes Gerät, mit einer kleinen, berührungssensitiven Graustufenanzeige und einer relativ langsamen, drahtlosen Netzwerkverbindung ein Design zu entwerfen; eine Set-Top/Box mit Fernbedienung und TV-Anzeige; ein traditioneller Multimedia Desktop Computer mit kompletter Tastatur, Maus, hochauflösendem Monitor und Breitbandinternet - es ist zu bezweifeln, dass irgendein Design die Bedürfnisse der Anwender all dieser Geräte erfüllen könnte. Statt dessen führen wir eine Entwicklung durch, welche die Einheitlichkeit der Interaktion quer duch die Geräte in hohem Maß sichert und dabei die physikalischen Einschränkungen des Gerätes berücksichtigt, auf der die jeweilige Schnittstelle erscheint. Wir werden auch den nötigen Aufwand minimieren, den Entwickler auf sich nehmen müssen, um virtuelle Anwendungen zu erstellen, die auf einer breiten Palette von Produkten laufen können.

Mit Blick auf die Fensterumgebungen auf dem Amiga MCC, arbeiten wir an einer Kombination von Technologien aus Linux und Java. Auf der untersten Ebene (Verwaltung der Bits auf dem Bildschirm) verwenden wir das neueste Linux X Windows Fenstersystem. Die meisten User und Entwickler werden X Windows niemals direkt zu sehen bekommen (anders als bei älteren UNIX-Systemen, wo X Windows etwas hinderlich war). Dennoch wird die Verwendung von X Windows den nahtlosen Einsatz sowohl von neuen Applikationen, als auch von Standard Linux Applikationen auf dem MCC erlauben. Auf X Windows baut eine wachsende Anzahl von Fensterverwaltungen auf, die auf dem MCC verfügbar sein werden. Java-Entwickler werden Zugriff auf die portierbaren Java-Swing-GUI-Klassen haben, welche die zu grunde liegende Komplexität der Fensterverwaltung unter einem modernen Programmiermodel verbergen. Schließlich wird es einen Satz von Arbeitsplätzen für Endanwender geben, einschließlich einer neuen Amiga Workbench, die von Amiga gestaltet wird. Für Linux sind bereits eine Reihe interessanter Desktop- Umgebungen verfügbar. Wir beabsichtigen, mit der Amiga Workbench einen Beitrag zur Open Source Bewegung zu leisten und die kreativen Amiga- und Linux-Gemeinden zu ermutigen, die Desktopumgebung des Next Generation Amiga zu Modifizieren, zu Verbessern, Teile auszutauschen und überhaupt kreativ zu werden (wir glauben, einer der Nachteile der heutigen Windows- und Macintosh-PCs ist die "geschlossene" Natur ihrer Desktop-Umgebungen).


Allgegenwärtige Vernetzung

In naher Zukunft werden Kabel-Modem, xDL5 und andere neue Technologien mehr hochgeschwidigkeits Breitbandinternetdienste in die Haushalte bringen und den Konsumenten ermöglichen, über die normalen Leitungen und auch drahtlos im ganzen Haus digitale Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Wahl herstellen zu können.

Von Amiga befähigte Produkte werden diese Standards unterstützen, nahtlos alles Verbinden und durch unsere verbreitete Objekttechnologie auf das ganze Heim Einfluss nehmen. Wir sind dabei, aufkommende Standards, wie HomePNA von Broadcom/Epigram, unter der Verwendung der normalen Leitung in Nordamerika´s Haushalten, in das Amiga Operating Environment zu integrieren. Auch in Europa und Asien gibt es in diese Richtung bereits verschiedene Anfänge, die wir weiter verfolgen werden. Ebenfalls die Spitzentechnologien für digitale, kabellose Netzwerke für die häusliche Umgebung werden von uns erforscht. Die meisten Regionen der Welt werden sich auf einer Form des digitalen, drahtlosen Netzwerks mit 2.4Ghz standardisieren, wie das von Proxmi's, welches wir unterstützen werden, sobald dies von der Industrie übernommen wird. Mit der neuen Amiga Objekttechnologie und der Integration dieser Standards wird das Heim zum "Computer", einschließlich nahtloser Hochgeschwindigkeitsverbindung zum Internet.

Mit AmigaObjects als Grundlage für alle Objektdienste und der Unterstützung verteilter Bearbeitung im Amiga Operating Environment, wird Verbindung ganz natürlich allgegenwärtig. Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Gerät (z.B. einer Festplatte) die sich in einem Teil des Computers befindet, oder einem entsprechenden Gerät innerhalb des Netzwerkes. Die Jini-Technologie von Sun Microsystems spricht viele dieser Probleme mit einer Architektur an, die eine augenblickliche Verbindung von Geräten wie Festplatten, Scanner, Kameras, usw. mit dem Netzwerk möglich macht. Wir sind dabei, Jini-Technologie für diese Art von Geräten zusammenzufassen, da wo dies gut funktioniert. Und wir stellen vollständige Lösungen für AmigaObject bereit, bei Diensten die nicht effektiv von Jini unterstützt werden. Später werden wir mehr Einzelheiten über die Allgegenwärtigkeit von Netzwerkdiensten bringen.

Welche Form der Übertragung man wählt, sind für Software und Anwendungsarchitektur unwichtig. Wir erwarten, mit der Zeit die meisten bekannten Netzwerkstandards, wie Ethernet, Modem, HomePNA, HomeRF, IEEE 1394 und andere digitale Hochgeschwindigkeitsnetzwerke, zu unterstützen. Das einzige wirkliche Problem ist die Bandbreite: Verbindungen mit niedrigeren Bandbreiten neigen dazu, Dienste die geboten werden können einzuschränken. Wie sie im Abschnitt über die Hardware lesen können, arbeiten wir lebhaft daran, in unserem Basis-System Netzwerke mit hoher Bandbreite zu bieten und somit eine neue Generation von netzbewußten Applikationen und Produkten zu ermöglichen.


Software Block Diagramm

Software Block Diagramm


Amiga MCC Hardware-Architektur

Der Amiga MCC wird konstruiert, Multimedia auf der Höhe der Zeit zu unterstützen und dabei das den Balast des PC-Erbes zurückzulassen. Der MCC wird DVD, Hochleistungs-3D, auf Ethernet basierendes Heimnetzwerk, digitales und herkömmliches, analoges Video und Audio und USB-Ports für digitale Zusatzgeräte haben. Er wird Platz für mindestens 2 Festplatten bieten, 2 PCI- Slots, 7 USB-Ports und einen offenes Laufwerksfach für enthusiastische Optionen, wie Zip und Jazz- Laufwerke.

Es gibt einen bedeutenden Schwung in Richtung USB (Universal Seriel Bus) in der Industrie. USB ist eine digitale 2-Wege-Schnittstelle die bis zu 10MB/Sek unterstützt. Das erlaubt Gamecontroller Interaktivität mit hoher Geschwindigkeit, einschließlich Merkmalen wie erzwungene Reaktionen, so dass das Rad beim Autofahren auf Sie wiederum einwirken wird. USB erlaubt Geräteerkennung, wie von Tastatur, Drucker, Scanner, Kameras, Gamecontroller ,Massenspeicher, usw., während des Betriebes. Tatsächlich unterstützt der USB-Standard bis zu 127 Zusatzgeräte an einem einzigen Port. Aus diesem Grund haben wir nicht vor, die althergebrachten Seriell-, Paralell-, PS/2-, oder Game-Ports einzusetzen. Sie können jeder Zeit USB-Zentren für weitere Geräte hinzufügen und es gibt Adapter für die alten Bussysteme (z.B. USB auf Paralell) für Ihre alten Geräte, die Sie vielleicht für eine Weile nicht entbehren wollen. Es werden sogar Anstrengungen unternommen, die nächste Generation von USB mit bis zu 100MB/Sek funktionieren zu lassen.

Das industrielle Design des MCC wurde von Pentagram erstellt, eine der führenden, weltweit agierenden Design-Firmen für die Industrie. Einige der Konzeptzeichnungen (aus etwa 12, die in Erwägung gezogen wurden) wurden kürzlich veröffentlicht und das endgültige Design wird auf der World of Amiga und der AmiWest gezeigt werden.

Als Basis und Zentrum der Amiga-Computerrevolution, wird der Amiga MCC in zwei Ausführungen ausgeliefert werden: Ein integriertes Computersystem mit ansprechendem Design und separatem, opitionalem Monitor und eine Mutterplatine im Standard ATX-Format für Systemverkäufer, Software-Entwickler und Enthusiasten, die Zugriff auf die Funktionalität des MCC in anderen Konfigurationen mit größerer Erweiterbarkeit wünschen.

Wir haben für den MCC eine sehr aufregende CPU ausgesucht, die das Herz eines Verarbeitungs-Subsystems der nächsten Generation ist. Das CPU-Subsystem wird mehr bieten, als herkömmliche zentrale Verarbeitungseinheiten. Mit Linux und Java als zwei unserer Fundamente für die Software, wünschten wir uns ein CPU-System, welches für diese Linux/Java- Softwarebasis sehr gut eingestellt werden und dabei auch Applikationen das Classic Amiga laufen lassen kann. Wir unterliegen noch immer strikter Geheimhaltung und können zu diesem Zeitpunkt noch keine Informationen über die CPU enthüllen. Doch, wir glauben, die Wahl dieser Technologie wird uns einen einzigartigen Vorteil für den Amiga bieten.

Wie bereits erwähnt, wird der MCC ein 3D-Grafik-Subsystem mit sehr hoher Leistung enthalten, Unterstützung zur Integration von Medien mit hohem Datenfluss und für aufkommende Standards für Heimnetzwerke, welche im Laufe der nächsten zwei Jahre allgegenwärtig werden. Im Folgenden eine Teilliste der Merkmale, die für die MCC-Hardware in der Entwicklung sind:

Verarbeitungs-Subsystem:

Grafik-Subsystem: Audio / Video: Kommunikationsoptionen (in der Entwicklung): Massenspeicher: Interne Erweiterungen: I/O: Anmerkung: Die vollständige Software-Unterstützung all dieser Merkmale, wird mit der Zeit erfolgen.


Entwicklungs-Tools und -Applikationen

Wir arbeiten mit verschiedenen, führenden Lieferanten von Entwickler-Tools und -Applikationen, um für das Amiga OE und den Amiga MCC in diesem Bereich großartige Tools und Applikationen sicherzustellen. Einer der Gründe für uns, Linux als zu grunde liegendes Betriebssystem für den MCC zu wählen, war das gewaltige Wachstum bei Linux-basierten Tools und Applikationen, von denen viele für den Amiga MCC verfügbar sein werden. Auf ähnliche Weise wurde unsere Wahl von Java für das Amiga OE teilweise durch die Tatsache ausgelöst, dass es einige sehr mächtige, auf Linux basierende Entwicklungsumgebungen für Java gibt, die entweder bereits ausgeliefert werden, oder in den nächsten Monaten erscheinen. Der Amiga MCC wird unmittelbar eines der bestverkauften, auf Linux basierenden Systeme am Markt sein und Amiga und seine Partner beabsichtigen, die Verfügbarkeit dieser Tools für den MCC sicherzustellen.

Selbstverständlich dürfen wir nicht die Veröffentlichungspläne anderer Firmen offenbaren. So wie wir den Auslieferungsdaten des Amiga OE und Amiga MCC näherkommen, werden die Firmen, die Applikationen und Tools für die neuen Amigas entwickeln, ihre eigenen Pläne für die Veröffentlichung von Software für den Amiga bekanntgeben.


Zusammenfassung

Wir glauben, dass das Amiga Operating Environment einer breiten Palette von Computergeräten der nächsten Generation Kraft geben wird. Der Amiga MCC wird als Basis den Standard für Multimedia Convergence Computer in der kommen Heimcomputerwelt setzen.

Diese Einführung dokumentiert auf keinen Fall alles, was bei Amiga passiert. Wir haben verschiedene aufregende Sachen in der Entwicklung, die wir der Gemeinde gerne enthüllen würden und werden, sobald es uns unsere Partner erlauben. Die von uns gemachten Entscheidungen zielen auf die Zukunft, wobei wir heute und morgen im Auge behalten. Wir hoffen, diese Einführung gewährte Ihnen einen Einblick in die Richtung, in die wir gehen.


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Übersetzer dieses Artikels: Ruediger Engel und Martina Jacobs 17.07.1999 < !-- hier Name und EMail des Übersetzers einfügen --! >

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