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Mehrere Festplatten
Probleme beim Partitionieren
Festplatten nach dem Verlust des RDB restaurieren
Mehrere Festplatten am Amiga
Autor dieses Artikels: Martina Jacobs 10.04.1998
Frage: Wie kann ich mehrere Festplatten an den Amiga anschließen?
AT/IDE-Controller wie der auf der Mutterplatine des A1200, sind zum Betrieb von 2 AT/IDE-Geräten ausgelegt. Um am AT/IDE-Controller des A1200 zwei HDs zu betreiben, benötigst Du einen Adapter von 1 x 2.5" auf 1 x 2.5" plus 1 x 3.5".
Mit dem Programm HDToolBox kann die zweite HD partitioniert werden. Es sollte im Ganzen nur eine Partition als bootbar gekennzeichnet werden. Wenn mehr als eine Partition bootbar ist, muß deren Bootpriorität voneinander abweichen, sonst weiß der Amiga nicht, wovon er Booten soll. Auch sollte die Priorität von DF0: immer die höchste sein, damit im Fall der Fälle noch von Diskette gebootet werden kann, und um bootbare Disks ohne Probleme zu nutzen (Umweg über Startup Control).
Um mehr als 2 Festplatten einsetzen zu können, wird ein 4fach-Adapter mit entsprechender Software benötigt. Es gibt verschiedene Systeme von Winner, Micronik, MLC u.a., die alle mit geeigneter Software ausgeliefert werden. Zum Teil gibt es diese Sets incl. CD-ROM-Laufwerk.
Eine weitere Möglichkeit sind Zorro-Steckkarten für A2/3/4000 bzw. entsprechend erweiterte A1200.
Probleme beim Patitionieren bzw. Initialisieren von IDE-Platten
Autor dieses Artikels: Martina Jacobs 19.04.1998
Wenn beim Partitionieren mit HDToolBox die Meldung "Error 28 on write" ausgegeben wird, oder der Rechner beim Booten während des Initialisierens für die Festplatte die Meldung "Disk write protected" ausgibt, ist das Programm MCP eine mögliche Fehlerquelle. Wenn Du MCP laufen hast, entferne es versuchsweise aus Deinem System.
Festplatten nach Verlust des RDB restaurieren
Autor dieses Artikels: Martina Jacobs 26.09.1999
Hinweis: Seit AmigaOS 3.5 kann die HDToolBox zu jeder Festplatte eine Mountdatei speichern, ein Text-File welches alle Daten zur Partitionierung enhält. Dies macht die im Folgenden beschriebene Prozedur unnötig.
Der Schreck ist groß, wenn Dein Amiga aus irgendeinem Grund plötzlich eine Festplatte mit wichtigen Daten nicht mehr "erkennt". Dann heißt es Ruhe bewahren und nicht wild am System herumdocktorn. Zuerst muß man wissen, wie der Amiga Festplatten überhaupt identifiziert.
Beim Einrichten einer Platte mit der HDToolBox (HDInstTools, SCSIConfig, etc.) werden die "Erkennungsdaten" der Festplatte in den sogenannten RDB (RigitDiskBlock) auf die Platte Geschrieben. Dazu gehören das/die verwendete/n FileSystem/e, die Partitionierung (Anfgang und Ende jeder Partition, deren Namen [DH0:, DH1: ect.]), Mask, MaxTransferrate, bootbar oder nicht, Bootpriorität und Bootblock. All das findet der Amiga beim Hochfahren in den ersten beiden Blöcken der Platte, weshalb diese auch immer als "reserved" gekennzeichnet sind und vom User nicht zur Datensicherung genutzt werden können. Ohne diese Daten findet der Rechner zwar die Festplatte, kann auf diese aber nicht zugreifen und Tools wie die HDToolBox melden eine Festplatte als "unknown".
Nicht jeder hat die Möglichkeit von großen Datenmengen aktuelle Backups zu machen; manch eine/r ist dazu auch einfach zu bequem. ;-) Es gibt eine recht einfache Methode Festplatten die ihren RDB "vergessen" haben wieder herzustellen, sofern die Elektronik der Platte und der Controller nicht defekt sind. Dazu bedarf es der Vorbereitung...
Wer über eine registrierte Version des Tools "RDB-Salv" von Angela Schmidt verfügt (z.B. auf der 'Amiga Repair Kit'-CD), kann sich die Arbeit von dessen Funktion 'Retten' erledigen lassen. Dies liest die im Folgenden beschriebenen Daten aus dem RDB heraus und bietet die Möglickeit diese entweder als ASCI-Text oder als Sicherheitskopie des originalen RDB abzuspeichern. 'Retten' kann im Fall der Fälle die letzte Rettung sein. Meiner Erfahrung nach, funktioniert das Zurückschreiben eines zuvor gesicherten RDB bei Festplatten über 4GB nicht immer 100%ig. Zudem gab es Probleme mit alternativen Filesystemen, zumindest auf meinem System. Daher kann ich nur empfehlen, die Daten auch als ASCII-Text zu sichern ('Ergebnisse speichern unter...) und nach Möglichkeit auszudrucken. Das gibt einem die Möglichkeit, die Daten von Hand in der HDToolBox (HDInstallTools/SCSIConfig) einzutragen. Damit ist man in der Regel immer auf der sicheren Seite, vorausgesetzt es liegt kein HW-Schaden an Festplatte oder Rechner vor.
Wer kein RDB-Tool zur Hand hat, man findet diverse Programme dieser Art auch im Aminet, sollte sich die notwendigen Daten aufschreiben. Welche das sind und wie man herankommt, beschreibe ich nun an Hand der HDToolBox.
Wähle eine Festplatte in HDToolBox aus und notiere für jede Deiner Fesplatten folgende Daten für jede Partition (Anm: Bei SCSI-Festplatten das ToolType DEVICE auf den entsprechenden Treiber einstellen, z.B. DEVICE=bilzzppc.device für den SCSI-Hostadapter der BlizzardPPC-Karten.):

Mit einem Klick auf "Partition Drive" gelangst Du in den Bereich zur Einrichtung der Festplatte.

Klicke nun auf "Advanced Options", um alle Informationen zu den einzelnen Partitionen sehen zu können. Notiere von jeder Partition die Werte für 'Start Cyl:', 'End Cyl:', 'Buffers', 'Bootable' und 'Bootpriority:'.

Klicke anschließend auf "Change".

Es erscheinen die Angaben zum FileSystem. Notiere den Namen des FileSystems und die Werte für 'Mask', 'MaxTransfer' und 'File system block size:'. Sollten die verschiedenen Partitionen hier unterschiedliche Werte haben, notiere diese Werte für jede Partition gesondert. Wer das FastFileSystem (FFS) verwendet, muß nur auf 'File system block size' achten, da die anderen Werte für FFS von der SW gesetzt wurden. Bei Anwendern von alternativen Filesystemen (wie hier PFS2) sind die Werte für 'Mask' und 'File system block size' sehr wichtig.
Wechsele mit einem Klick auf "Cancel" zur Partitionierung zurück.

Falls Du ein anderes Filesystem verwendest als das FastFileSytem, klicke nun auf "Add/Update..."

Es erscheint der Eintrag für das/die verwendete/n Filesystem/e. Notiere den Wert unter der Bezeichnung 'Identifier'. Dies ist wichtig, da bei alternativen Filesystemen dieser Wert nicht von der SW eingelesen wird. Er muß bei der Installation des FS von Hand eingetragen werden. Im Falle einer defekten Festplatte sind evtl. auch Anleitungen nicht verfügbar, die über diesen Wert informieren. Filesysteme befinden sich immer im Verzeichnis L: der Bootpartition.
Beende HDToolBox, indem Du zweimal auf "Cancel" und einmal auf "Exit" klickst.