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Eine Initiative des
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Routing und Genesis
Im öffentlichen Forum gibt es immer wieder heftige Diskussionen darüber, ob bzw. wie es
mit Genesis möglich ist, andere Rechner über einen mit dem TCP/IP-Stack Genesis (welcher
eigentlich "nur" ein GUI für AmiTCP ist) ins Internet zu "Routen".
Dazu zunächts ein Posting von Rüdiger Engel aus dem Forum, das die häufig auftretende
Mißverständlichkeit des Begriffs "Routen" hier deutlich machen soll.:
Die Möglichkeit eines SOCKS-Proxy wurde schon angesprochen,
deshalb lasse ich das mal außen vor.
Ansonsten aber gilt:
Natürlich kann Genesis (bzw. AmiTCP, denn Genesis ist ja nur das
GUI für AmiTCP!) genau wie MiamiDX mehrere Interfaces auch
gleichzeitig verwalten. Aber: Genesis kann Gateway nur dann
spielen, wenn Deine ganzen Rechner im Netzwerk feste IPs haben,
denen am besten auch DNS-Einträge zugeordnet sind.
Der Amiga,
bei dessen Genesis dann das Häkchen "Gateway" gesetzt ist, kann
dann IP-Pakete von den anderen Rechnern weiterleiten, also
routen. Hat meine nur eine dynamische IP, wie das bei sicher 99%
der User der Fall ist, dann braucht man einen Zusatz namens
Internet Protocol Network Address Translation, kurz IP-NAT. Das
überträgt Pakete von einem von außen nicht zugänglichen
"Intranet" (meist mit 192.168er IPs) auf die dynamische IP des
Amiga mit MiamiDX.
Das ist eigentlich ein böser Hack und auch
gar nicht so gerne gesehen, wird aber geduldet. Manche Dienste
wie die IRCNet-Server verweigern allerdings Clones (und nichts
weiter sind die per IP-NAT im Netz befindlichen Rechner) den
Zugang. Lange Rede, kurzer Sinn: Auf dem Amiga braucht man
entweder MiamiDX (das ist kinderleicht zu konfigurieren) oder
einen SOCKS-Proxy oder gar noch schlimmere Sachen wie "HiJack",
um im Netzwerk befindliche Rechner ohne transparente IPs ins
Internet zu routen.
Gruß aus Franken,
Rüdiger
05 Jan, 2001 16:38:26
Doch was hat es nun mit dieser SOCKS-Geschichte auf sich?
In einem LAN (Local Area Network = Lokales Netzwerk) wird ein
SOCKS-Server (Proxy) verwendet, um Anfragen nach "draußen" ins
Internet weiterzuleiten. Mittlerweile gibt es einen solchen
Zusatz für Genesis.
In der englischen Genesis-Featurelist steht:
Multiple interface support. This allows you to connect and
disconnect more than one interface at one time. For instance,
create two ethernet links between an Amiga and Linux machine and
another betweenyour Amiga and PC and then still connect and
disconnect from your Internet (dialup) connection, without the
other interfaces being affected.
Was auf Deutsch heißt:
Mehrfach-Interface-Unterstützung. Dies erlaubt es Ihnen, mehr als
ein Interface gleichzeitig zu verbinden und zu trennen. Erzeugen Sie
z.B. eine Ethernet-Verbindungen zwischen einem Amiga und einer
Linux-Maschine und eine weiter zwischen Ihrem Amiga und und
Ihrem PC und Sie können sich weiterhin ins Internet einwählen,
ohne dass dies die anderen Interfaces beeinflußt.
Fazit: Hier ist nicht das "Routen" anderer Rechner ins
Internet gemeint, sondern lediglich die Möglichkeit mehrere Rechner miteinander
zu verbinden und sich trotzdem weiterhin mit einem Rechner ins
Internet einwählen zu können.
Wie bekomme ich denn nun aber andere Rechner im LAN mit Genesis
ins Internet?
Jetzt kommt SOCKS ins Spiel.
Auf der
Genesis Support Seite
steht:
Genesis SOCKS Server sks5serv.lha A SOCKS server is now
available for Genesis users. This allows you to use your Amiga
as a gateway to the Internet, with other computers (Amiga's,
PC's, Unix, Mac machines) to link to this Amiga as SOCKS
clients.
Note: That you need to copy the 'socks5' file to AmiTCP:serv and
the 'socksserver.mcp' file to AmiTCP:mui.
Was auf Deutsch heißt:
Der Genesis SOCKS-Server sks5serv.lha ist nun für Genesis-Anwender
verfügbar. Dieser erlaubt es Ihnen, Ihren Amiga als Gateway ins
Internet für andere Computer (Amigas, PCs, Unix- und Mac-Maschinen)
zu verwenden, indem Sie diese mit diesem Amiga als SOCKS-Clients
verbinden.
Hinweis: Dazu müssen Sie das File 'socks5' nach AmiTCP:serv und
'socksserver.mcp' nach AmiTCP:mui kopieren.
Und das ist es nun, was wir so oft fälschlicherweise mit "Routen" bezeichnen! ;)
Links:
Download-Seite
für besagten SOCKS-Server für Genesis.
Deutsche Genesis FAQ bei H&P
Hinweis: Ich persönlich verwende MiamiDX und kann hier leider keine Angaben zur Konfiguration für
dieses Feature von Genesis machen. Wenn jemand erfolgreich auf diese Weise andere Rechner über einen mit
Genesis ausgerüsteten Amiga ins Internet gebracht hat, wäre ich für eine detailierte Beschreibung der
Konfig sehr dankbar. Ich würde mich auf über Angaben freuen, wie man andere Systeme als SOCKS-Client
konfiguriert (Windows, Mac, Linux, Unix, etc.)
Schicken Sie Ihre Texte dazu bitte an mich.
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