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LinuxM68k, LinuxPPC (APUS)

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Themen:
A1200 wird als A3000+ erkannt - Linux startet nicht.
CLI-Meldungen ja - Linux-Boot-Screen nein..


Problem: LinuxAPUS soll auf einem A1200 gestartet werden. Der Rechner wird jedoch als A3000+ erkannt.
Autor dieses Artikels: Martina Jacobs 29.12.1999

Das Bootpogramm, das Linux auf dem Amiga startet, testet zunächst auf welchem Amiga es läuft. Der A1200 wird dabei anhand des AA-Chipsatzes und der card.recource (PCMCIA) ermittelt.

Wird nur der AA-Chipsatz (AGA) gefunden, nicht aber das card.recouce, so geht das Bootprogramm von einem A3000+ aus. Der A3000+ war, nach meinen Informationen, ein Prototyp des A3000 mit AA-Chipsatz, aber ohne PCMCIA-Port. Das fälschliche Annehmen eines A3000+ führt dazu, dass der Linux-Kernel (sowohl bei LinuxM68k, als auch bei LinuxPPC/APUS) sich während des Bootvorganges, beim Versuch den nicht vorhandenen SCSI-Host des A3000 zu initialisieren, nach einer Timeou-Meldung aufhängt.

Zur Zeit sind drei mögliche Ursachen für dieses Problem bekannt:

Nun muss man nicht gleich die Karte bzw. den Speicher aus dem System entfernen, um Linux auf so ausgerüsteten A1200 starten zu können. Mit der Option -t 5 für das Bootpogramm wird von vornherein festgelegt, dass es sich um einen A1200 handelt. Ist ein Zorro-SCSI-Host Ursache des Übels, müssen für diesen DMA-Zugriffe auf den Speicher deaktiviert werden. Das wird mit dem Argument wd33c93=nodma:1 für den Kernel erreicht.

Ein Beispiel:

Der Rechner verfügt über ein Zorro III-Busboard von Micronik, B603e+ 060/50 PPC/240, BVisionPPC, GVP Series II SCSI-Host dessen 8MB FastRam den Speicher für das card.recource blockieren.

Der Bootstring mit dem Linux auf dieser Konfig startet lautet:
bootstrap --apus -t 5 -k vmlinux root=dev/sda2 video=pm2fb:mode1024x768-70 nobats next wd33c93=nodma:1 next wd33c93=nodma:1

Bedeutung der in diesem Zusammenhang wichtigen Optionen:
--apusbootstrap soll einen APUS-PPC-Kernel
-t 5auf einem A1200
-k mit diesem Kernelimage
vmlinuxmit Namen vmlinux
root=...auf diesem Rootlaufewerk (1. SCSI HD, 2. Partition)
VIDEO=... mit dieser Screenauflösung starten (Permedia2 der BVision)
nobatsArgument für den SCSI-Host der BlizzardPPC (bedarf eines speziellen Kernels)
nextWechsel zum nächsten SCSI-Host im Rechner
wd33c93=.nodma:1 kein DMA für Zugriffe des wd33c93-Chip verwenden (wir sind beim SCSI auf dem Z3-Board, der Host ist leer)
nextWechsel zum nächsten SCSI-Host im Rechner
wd33c93=nodma:1kein DMA für Zugriffe des wd33c93-Chip verwenden (wir sind beim GVP Series II - kein DMA da Z2-Modus, hier ist ein Scanner angeschlossen, der vor dem Booten von Linux eingeschaltet werden muss.)


Ich danke Sven Ottemann ganz herzlich für die ausdauernde Hilfe und zusätzliche Hinweise, die auch anderen Usern helfen können. Sehr gern würde ich weitere Tips zu Linux für Amiga in diese Seite aufnehmen. Was mich besonders interessiert ist, ob es bereits jemand geschafft hat Linux auf einem A1200 mit Zorro-III und installierter A3000/A4000 Turbokarte erfolgreich zu booten. Ein funktionierender Bootstring hierfür wäre DAS Highlight der FAQ. Haut in die Tasten, damit unsere FAQ wächst und die Welt sieht, dass wir was von der Sache verstehen. :-)


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LinuxM68K; Problem: Ich erhalte von amiboot zwar CLI-Ausgaben, bekomme aber keinen Boot-Screen von Linux zu sehen.
Autor dieses Artikels:
Martina Jacobs 12.02.2000

Im aktuellen Fall handelte es sich um einen Amiga1200 mit Zorro-III-Board von Micronik, Cyberstrom MK III und CyberVision64/3D. Das System verfügt nur über einen VGA-Monitor an der Grafikkarte. Ein Umschalter/Scandoubler bzw. ein 15kHz-Monitor am RGB-Ausgang des Amiga sind nicht vorhanden. Da von den Aktivitäten des Kernels absolut nichts zu sehen war, obwohl die Option "-keep-video" (-v) für das Bootprogramm gesetzt wurde, suchte man lange Zeit in der flaschen Richtung nach dem Fehler. Erst ein extra angeschlossenes TV-Gerät und ein Versuch mit der Optinon "-pal" zum Kernelstart für den PAL-Modus des Amiga brachte Erfolg. Der Kernel hatte zuvor stets im NTSC-Modus gestartet, was auf der CV64/3D ohne Umschalter/Scandoubler natürlich nicht sichtbar war.

Wird das Bootprogramm nun mit der Option "-video=virgefb:800x600-16" für die CV64/3D gestartet, erscheint der Bootscreen endlich auch auf der Grafikkarte und somit auf dem VGA-Monitor. Andere mögliche Optionen sind: "-video=cyberfb:mode:1024x768-70" für CyberVision64 (ohne 3D) und "-pm2fb:mode:1024x768-70" für BVisionPPC, wobei die Zahlen stellvertretend für die verwendete Auflösung stehen.


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